Studien zum Thema Lichtwecker 

Auswirkungen von Lichtweckern auf den menschlichen Schlaf und das Wohlbefinden

Es ist unumstritten, dass Lichtweckern positive Effekte beim Menschen auslösen. Doch wieso ist das eigentlich so? Um diese spannende Frage zu beantworten, habe ich den aktuellen Wissensstand kompakt für euch zusammengefasst. Die originalen Forschungsberichte, die die Quelle dieses Artikels sind, habe ich am Ende verlinkt.

Die Versuchspersonen

Die Auswahl der „richtigen“ Versuchspersonen ist zentral, für den Erfolg von wissenschaftlichen Studien. Die freiwilligen Studienteilnehmer setzen sich hauptsächlich aus Studenten zusammen, die aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich kamen. Vor Beginn der Studie wurden alle Personen, zu ihren Schlafgewohnheiten (Qualität & Länge), ihrem Lebensstil und ihrer Gesundheit befragt. Das Ziel war, Personen deren Schlafgewohnheiten durch äußere Einflüsse stark von der Norm abweichen, herauszufiltern um möglichst objektiv den Zusammenhang von Licht auf den Menschen zu erforschen. Vor dem eigentlichen Versuchsbeginn, mussten alle Personen einen regelmäßigen Schlafrhythmus einhalten und auf Alkohol, Koffein und Schokolade verzichten. Am Ende des Auswahlprozesses blieben 17 Personen übrig, an denen die folgenden Punkte untersucht wurden.

Schläfrigkeit und Wohlbefinden

Lichtwecker Studien Bild1Die subjektive Schläfrigkeit, der Versuchspersonen wurde stündlich anhand der Karolinska Sleepiness Scale (KSS) kontrolliert. Auch das Stresslevel und das Wohlbefinden sowie Stimmung, wurden in regelmäßigen Zeitabständen anhand verschiedener wissenschaftlich anerkannter Testmethoden untersucht.

Die Auswertung ergab, dass die subjektive Schläfrigkeit stark von den jeweiligen Lichtverhältnissen vor und während des Aufwachens beeinflusst werden. Versuchspersonen, die durch einen Lichtwecker geweckt wurden, fühlten sich subjektiv während des Tages wacher, als die Kontrollgruppe die unter ansonsten gleichen Bedingungen geschlafen hat.

Auch die gemessenen Stresslevel, waren bei der Versuchsgruppe, die durch Lichtwecker geweckt wurden, im Verlauf des Tages deutlich geringer.

Auch das allgemeine Wohlbefinden war bei Personen, die durch einen Lichtwecker geweckt wurden, deutlich höher.

Die oben beschriebenen Effekte verstärkten sich im Versuchsverlauf noch deutlich, nachdem die Schlafdauer aller Versuchsgruppen reduziert wurde. Es zeigte sich, dass die gefühlten Unterschiede in der Schläfrigkeit, im Stresslevel und im Wohlbefinden umso größer wurden umso weniger die Personen schlafen durften.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass Lichtwecker besonders bei Personen die nur die Möglichkeit haben relativ kurz zu schlafen, dabei helfen können sich während des Tages weniger schläfrig und gestresst zu fühlen.

Melatonin und Cortisol Level

Lichtwecker Studien Bild2Der Tag-Nacht-Rhythmus, des Menschen wird durch das Hormon Melatonin gesteuert. Melatonin ist eine Art „natürliche Schlaftablette“, umso höher das Level im Körper ist umso müder wird eine Person. Der Melatoninspiegel steigt an, umso dunkler es wird. Er erreicht nachts, um etwa drei Uhr seinen höchsten Punkt. Sobald es morgens heller wird, sinkt auch der Melatoninspiegel wieder deutlich ab und der Mensch wacht automatisch auf. Den Effekt den Licht auf den Melatoninspiegel und damit auf die Müdigkeit ausübt, kann man während des Jahres beobachten. Im Durchschnitt sind Menschen, in Monaten mit weniger natürlichen Sonnenlicht deutlich müder und die Schlafdauer steigt an.

Cortisol wird auch als „Wachhormon“ bezeichnet. Es ist für Energiebereitstellung verantwortlich. Der Cortisolspielgel verhält sich entgegengesetzt dem Melatoninspiegel. Er steigt im Verlauf einer Nacht an und erreicht seinen höchsten Punkt, wenn ein Mensch aufwacht („Cortisol Awakening Response kurz CAR“). Im Laufe des Tages, nimmt dann der Cortisolspiegel wieder ab und der Melatoninspiegel steigt an.

Die Studie hat gezeigt, dass Lichtwecker die oben beschriebene Melatonin-Cortisol-Wechselwirkung positiv beeinflussen. Besonders Frühaufsteher und Schichtarbeiter, die unter unregelmäßigen Schlafzeiten leiden, können von einem Lichtwecker profitieren. Der Versuch ergab, dass Personen die von einem künstlichen Sonnenaufgang, der von einem Lichtwecker erzeugt wurde, geweckt wurden im Durchschnitt ein höheres Cortisollevel hatten. Die Versuchspersonen gaben an, das Gefühl zu haben, nach dem Wecken durch einen Lichtwecker, mehr Energie zu haben. Es lässt sich daraus schlussfolgern, dass alle Personen, die nicht von einem natürlichen Sonnenaufgang geweckt werden können, durch den Einsatz eines Lichtweckers, ein höheres Cortisol- und Energielevel erreichen können.

Kognitive Leistung

Neben den Hormonleveln und dem subjektiven Energielevel, wurde die kognitive Leistung (Denkleistung) der Versuchspersonen untersucht. Sie mussten dazu, 30 Minuten nachdem sie aufgewacht sind alle zwei Stunden für etwa 25 Minuten verschiedene Aufgabe ausführen.

Im Gegensatz zur Schläfrigkeit, dem Stressniveau und den Hormonspiegeln, konnte bei der kognitiven Leistung kein Effekt festgestellt werden. Es lässt sich daher schlussfolgern, dass Lichtwecker leider keine deutlichen Auswirkungen auf die Denkleistung haben.

Fazit

Lichtwecker sind keine Wundermittel, haben jedoch eindeutig positive Auswirkungen auf den Hormonhaushalt der das Aufwachen beeinflusst und subjektive Gefühle wie Schläfrigkeit, Stresslevel und das Wohlbefinden. Besonders Personen, die nur kurz oder zu unregelmäßigen Zeiten schlafen, können von einem Lichtwecker profitieren.



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